Thaon-les-Vosges

Historical portrait :

The name of « Thaon » comes from a Germanic language: Tato. In the 11th century, the village was part of the German Empire, but depended on the Chapter of Epinal or the Bishop of Metz.

 

The village of Thaon was seriously burnt down in the 16th century, then again in the 18th century.

 

France lost the Franco-Prussian War in 1870 and had to give away the lands of the Alsace region and of the Moselle department. This would have an important impact on the Vosgian village: in 1872, Armand Lederlin and Christophe Dieterlen, two Alsacemen who did not want to join Germany, came to set up a laundry and dry-cleaning industry in Thaon, known today as “La BTT”. Thaon was attractive because of the Vosges Canal and the railroad line that crossed it.

 

The new industry led to a demographic explosion. Lederlin provided for all his workers’ needs: he would go on to build working-class neighborhoods, garden suburbs, the famous Rotonde, farms for food supply, and sports centers. In 1884, he would himself be elected as mayor of Thaon. When he died in 1919, his son, and after that, his grandson, received the family inheritance.

Monuments / Heritage:

The working-class neighborhoods and the garden suburbs: in the city center, the neighborhoods are typical of the end of the 19th century: very strict and rectilinear. The garden suburbs, the first one built in 1910, were very innovative for the Lorraine. The abundance of greenery was said to be good for the workers.

 

The Rotonde: it opened for the first time in 1923. It was used as a social hall, with baths and showers, a reception room, sports equipment, a dining room, and an imitation of the Parisian theatre Le Châtelet. The town bought it in 1975. It has been listed by the French Historic Monument Society since 1986. It is today a famous venue for many kinds of events.

 

The Church of Saint-Brice: Rebuilt in 1872 by the constructor who designed La BTT and the working-class neighborhoods. The Virgin statue: This statue was erected after World War One, after a pledge to Virgin Mary if the village was spared by the Germans.


Geschichtlicher Überblick:

Der Name « Thaon » hat eine germanische Herkunft: Tato. Im 11. Jahrhundert, Thaon gehörte nämlich zu dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation, aber hing von dem Kapitel von Epinal und dem Bischof von Metz ab.

 

Thaon wurde zweimal niedergebrannt: im 16. Jahrhundert, dann wieder im 18. Jahrhundert.

 

Der Verlust von Elsass-Lothringen nach dem Deutsch-Französischen Krieg (1870) hatte wichtige Konsequenzen für den Ort: Armand Lederlin und Christophe Dieterlen, zwei Elsässer, die nicht unter deutscher Herrschaft leben wollten, kamen im Jahre 1872 nach Thaon, um eine Bleiche- und Färbereiindustrie zu gründen. Diese Industrie ist heute unter dem Namen "La BTT“ gekannt. Thaon verfügte nämlich über zahlreiche Vorteile: der Vogesen Kanal und die Eisenbahn waren die wichtigsten.

 

Diese neue Industrie führte eine Bevölkerungsexplosion herbei. Lederlin kümmerte sich also um die Bedürfnisse aller seiner Angestellten. Er baute Arbeitersiedlungen, Gartenstädte, einen sozialen und kulturellen Treffpunkt (die berühmte Rotonde), Bauernhöfe (zur Nahrungsversorgung) und ein Sportszentrum. Im Jahre 1884 wurde er als Bürgermeister gewählt. Nach seinem Tod im Jahre 1919 übernahmen sein Sohn und später sein Enkelsohn seine Nachfolge.

Sehenswürdigkeiten:

Die Arbeitersiedlungen und Gartenstädte: in dem Stadtzentrum haben sie die typische Architektur des Ende des 19. Jahrhunderts: sehr strikt und geradlinig. Die Gartenstädte, die ab 1910 gebaut wurden, galten als sehr innovativ für Lothringen. Die Fülle von grünen Pflanzen galt als wohltuend für die Arbeiter.

 

Die Rotonde: sie wurde erstmals im Jahre 1923 eröffnet. Als sozialer Treffpunkt besaß sie Duschen und Bäder, einen Empfangssaal, Sportausrüstungen, ein Esszimmer und ein Theater, ein Nachbau des Le Châtelet von Paris. 1975 kaufte die Stadt die Rotonde wieder. Sie gehört seit 1986 zum Inventar der historischen Baudenkmäler. In ihr befinden sich der Saal des Erbes und ein berühmter Theatersaal.

 

Die Kirche von Saint-Brice: sie wurde im Jahre 1733 gebaut und hat wegen einer Überschwemmung großen Schaden im Jahre 1760 erlitten. Sie wurde also 1872 vom Bauunternehmer der La BTT und der Arbeitersiedlungen wieder aufgebaut. Die Jungfrau Statue: sie wurde nach dem ersten Weltkrieg angefertigt, im Anschluss an einen Eid, den die Bevölkerung abgelegt hatte, im Fall, dass die Deutschen sich von der Stadt fernhalten.